Wir tun Gutes

Spende für Recife

Unsere Schule unterstützt seit Jahren das Projekt Liberdade in Recife, Brasilien.
Die Kollekte bei den Schulgottesdiensten und der Erlös des Martinsfestes sind für die Schule bestimmt, die in einem Armenviertel der brasilianischen Großstadt liegt und das einzige „Haus des Lernens“ für die Kinder ist. Auch Spenden anderer Leute, die wir in der Schule erhalten, werden weitergeleitet.
Dadurch war es uns in diesem Jahr möglich, eine Spende von 909,58€ an das Projekt Liberdade in Recife zu übergeben.
Über das, was mit dem Geld geschieht, informiert und regelmäßig Christiane Rothvoss, die selbst aus Dinslaken stammt.

k-Scan0023Auch im Internet gibt es weitere Informationen über das Projekt:

 

Bericht aus Recife

Schon seit vielen Jahren unterstützen wir den Verein Liberdade zur Förderung der „escola Uniào Communitària“ in Recife in Brasilien.
Jährlich stellen wir alle Einnahmen des Martinzuges zur Verfügung, ebenso die Kollekten unserer Schulgottesdienste.
Zum Ende des letzten Jahres schrieb die Schulleiterin einen Bericht über die Fortschritte dort, aber auch von ihren Sorgen.
Sie bedankte sich bei allen Spendern und Unterstützern und bittet um weitere Hilfen.
Der Bericht erreichte die Betreuer in der Schweiz in der Landessprache. In Brasilien wird portugiesisch gesprochen. In der Schweiz wurde der Bericht dann in die deutsche Sprache übersetzt und uns zugeschickt.
Die Schulleiterin hat diesen Brief für Erwachsene geschrieben. Der Bericht ist nun für die Kinder unserer Averbruchschule umformuliert worden, damit er auch für sie verständlich ist.

                                                                          Recife, November 2016

Schulbericht

Das Jahr 2016 ist bald vorbei, und mit ihm auch alle Turbulenzen, Schwierigkeiten und Hindernisse, die wir in diesem Jahr überwinden mussten.
Die große Herausforderung war der Umbau der Schule. Nun können unsere Kinder in einer sicheren, sauberen, trockenen und insgesamt gemütlichen Umgebung lernen. Außerdem konnten mehr Kinder in die Schule aufgenommen werden. Wir sind eine große Familie geworden, alle fühlen sich zu Hause.

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 Wir haben uns schon immer stark für unsere Kinder und die Schule eingesetzt, doch in diesem Jahr war alles besonders schwierig:

– Wir betreuen nun ganz viele Kinder, nämlich 186, in unserer Tagesschule.
  Sie kommen um 7.30 Uhr und bekommen zunächst ein Frühstück. Um 10.00 Uhr gibt es Früchte, später ein Mittagessen und um 16.00 Uhr Vitaminsäfte. Um 16.30 Uhr gehen die Kinder dann nach Hause.

– Die wirtschaftliche Lage hat sich in unserem Land sehr verschlechtert und die Menschen und somit auch die Eltern und Familien unserer Kinder finden keine feste Arbeit mehr und verdienen dann auch kein Geld.

– Die Politiker halten ihre Wahlversprechen nicht und achten nicht auf eine gerechte Verteilung der Arbeit und des Geldes. Manche nehmen sogar einfach Geld für sich.

Jeden Tag kommen immer wieder neue Mütter zu uns. Sie wollen, dass wir ihre Kinder in die Schule aufnehmen. Sie selbst könnten dann versuchen, eine Arbeit zu finden.
Sie möchten aber auch, dass ihre Kinder genug zu essen bekommen und vor Gewalt geschützt sind.

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 Überall auf den Straßen und in den Bussen müssen wir wirklich mit Gewalt und sogar mit bewaffneten Raubüberfällen rechnen. Es erinnert an ein Land ohne Gesetze.

Auch steigen die Preise für Lebensmittel, Mieten, Benzin und Strom. So wird die Armut der Menschen immer größer. Viele sind hoffnungslos und haben kaum noch Kraft, andere sind gereizt und wütend. Manchmal geschehen sogar schlimme Verbrechen innerhalb einer Familie.

 Trotz allem kämpfen wir für die Kinder und den Erhalt unserer Tagesschule.

Zum Glück – und dank eurem Verein Liberdade in der Schweiz – lernen unsere Kinder rechnen, lesen und schreiben, kochen, Hygiene und eine aufmunternde Einstellung zu ihrem Leben. Sie können musizieren, tanzen, basteln, werken und spielen. Jeden Tag bekommen sie zwei gesunde Mahlzeiten, Säfte und Obst.

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 Die Mühe lohnt sich: Wir sehen täglich das Lächeln unserer zufriedenen Kinder, die sich in der Schule umsorgt und sicher fühlen.
Wir wollen Ihnen danken, allen, die uns helfen, unsere Arbeit fortzusetzen.
Wir brauchen noch mehr Hilfe, damit wir die Arbeit in der einzigen Schule in unserem Armenviertel sitio dos macacas weiterführen, ja vielleicht sogar erweitern können.
Wir sind froh über euer Verständnis für unsere Situation und über eure Hilfen. Wir wünschen allen ein glückliches und helles Weihnachtsfest und für 2017 alles Gute und Liebe.

Gruppe escola Uniào Communitària

Schulleiterin

Etienne de Souza Fernandes